052 Rosengarten Schlierbach, Studienauftrag, 2015

Adresse
Rosengarten
6231 Schlierbach
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Auftraggeber
Gemeinde Schlierbach
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Nutzung
Wohnen
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Kosten
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Architektur
Andreas Amrein
Hans Kunz
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Tragwerk
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Haustechnik
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Umgebung
Goldrand Landschaftsarchitektur und Szenografie Zürich
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Status
Studienauftrag
2015
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Anstelle des vor der Aufgabe stehenden Gehöfts „Rosengarten“ soll attraktiver Wohnraum für Jung und Alt entstehen. Der Eingriff beschränkt sich auf eine dichte Bebauung der Geländemulde an der Etzelwilerstrasse. Die restliche Parzelle bleibt unberührt, das Landschaftsbild wird nur unmerklich verändert.

Ein sich aus vier unterschiedlichen Gebäudetypen zusammensetzendes Ensemble bildet den neuen Weiler Rosengarten. Struktur, Dachform und Materialisierung der Neubauten sind von traditionellen Bauernhäusern abgeleitet: Die Holzbauten stehen auf einem massiven Sockel und verfügen über ein Steildach. Die unterschiedlich grossen, im Gelände gestaffelt positionierten Volumen suggerieren das Bild einer geordnet gewachsenen Struktur.

Sämtliche Wohnungen sind Ost-West orientiert. Die leichte Ausdrehung der Bauten ermöglicht allen Wohnungen den Ausblick in die Ferne. Beidseitig vorgelagerte Lauben dienen sowohl der Erschliessung als auch als privaten, geschützten Aussenraum.

Die Bauten stehen dicht zueinander. Ihre Adresse wird über den gemeinsam aufgespannten, parallel zur Etzelwilerstrasse liegenden Erschliessungsraum, den „Rosengarten“ generiert. Sämtliche Bauten stossen an diesen öffentlichen, autofreien Platz. Er dient der Erschliessung und wird Ort der Begegnung und der Identifikation.

Die homogene Fläche aus Sickerasphalt bewirkt eine zurückhaltende und ruhige Atmosphäre im Innern der Anlage und eine konsequente Anbindung an die Etzelwilstrasse.

Die vier freistehenden Gemeinschaftsgärten zitieren mit ihrer Grundform den traditionellen Bauerngarten: umfassende Sockelmauer, einfacher Holzzaun, Kräuter- und Blumenbeete. Zusätzliche Elemente des Barockgartens, wie Kiesbelag, Brunnen, Sitzmobiliar und verschiedenfarbige Rosenbeete werden zur identitätsstiftenden Rahmenbepflanzung.

Mit einer extensiven Blumenwiese gelingt der nahtlose Anschluss zur offenen Landschaft. In die Wiese eingestreut werden regionaltypische Hochstammobstbäume. Innerhalb der Platzfläche werden mehrstämmige Linden in Kiesinseln gepflanzt.