009 Wohn- und Geschäftshaus Joseph-Frey-Weg Sursee, 2008

Adresse
Joseph-Frey-Weg 3
6210 Sursee
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Auftraggeber
Privat
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Art
Neubau
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Nutzung
Wohnen, Gewerbe
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Fläche
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Kosten
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Architektur
Andreas Amrein
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Realisation
Stefan Bättig Baurealisationen Luzern
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Tragwerk
Kost + Partner AG Sursee
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Haustechnik
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Umgebung
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Status
Baueingabe
2008
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Die Liegenschaft Joseph-Frey-Weg 3 befindet sich in einem schlechten Zustand. Mit Ausnahme der Wohnung im ersten Obergeschoss stehen sämtliche Räume leer und bedürfen einer kompletten Sanierung. Die Eigentümerin befasste sich seit längerer Zeit mit der Sanierung des Gebäudes und beauftragte mehrere Architekturbüros zur Erarbeitung eines Vorprojektes. Sämtliche Projekte sahen die komplette Auskernung des Gebäudes vor und konnten trotz massiver Eingriffe in die bestehende Substanz keine befriedigende Lösung schaffen. Dieser Umstand führte nach Auswertung der historischen Gebäudeuntersuchung und auf Anregung der kantonalen Denkmalpflege zur Prüfung des Potentials eines Ersatzneubaus.

Das Projekt sieht den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit vier Vollgeschossen innerhalb der heute überbauten Grundfläche vor. Die Unterkellerung des Gebäudes erlaubt das Erdgeschoss für eine publikumsorientierte Nutzung freizuspielen. Die Zugänge liegen auf der Südseite und werden durch den auskragenden Balkon geschützt. Treppenhaus und Infrastruktur sind entlang der Brandmauer organisiert, die Nutzflächen orientieren sich nach den drei freistehenden Fassaden. Die 2-Zimmer-Wohnung im ersten Obergeschoss verfügt über einen nach Süden orientierten Balkon. Die grosszügige 3.5-Zimmer-Wohnung erstreckt sich über zwei Geschosse. Eine zusätzliche Treppe führt auf die aus dem Strassenraum nicht einsehbare Dachterrasse.

Der Neubau ist als verputzter Massivbau vorgesehen. Mittels unterschiedlich grober Körnung des Putzes entstehen fein abgestufte, umlaufende Bänder, die die Fassade in der Vertikalen gliedern und gleichzeitig Balkon- und Terrassenbrüstung mit dem Hauptbaukörper zu einem Ganzen zusammenfassen. Jede Fassade verfügt über drei Fensterachsen. Grösse und Art der Fenster gliedern die Fassade: Aussen bündig angeschlagene Schaufenster im Erdgeschoss, tief in die Leibungen zurückversetzte Fenster mit Klappjalousien in den Obergeschossen. Das sich klar abzeichnende Attika bildet den vertikalen Abschluss des Gebäudes.