059 Sanierung und Erweiterung Primarschule Kotten Sursee, Studienauftrag, 2015

Adresse
Kottenmatte 2
6210 Sursee
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Auftraggeber
Einwohnergemeinde Stadt Sursee
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Nutzung
Primarschule, Tagesstrukturen, Turnhalle
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Kosten
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Architektur
Andreas Amrein
Hans Kunz
Niels Kunz
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Tragwerk
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Haustechnik
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Umgebung
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Status
Studienauftrag
2015
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Geflickt und zugenäht – Die Erweiterung der Primarschule Kotten wird als Verdichtung nach Innen konzipiert. Die 1969 erstellte Anlage bildet mit der 30 Jahre später erstellten HPS ein Gebäudeensemble. Auf der in Längsrichtung geteilten Parzelle befinden sich eine Vielzahl unterschiedlicher Aussenräume, Hart- und Rasenflächen, exponierte und geschützte Bereiche. Raum, der auch neben dem Schulbetrieb eine wichtige Quartierfunktion hat und nicht verkleinert werden soll.

Organisation – Der Eingriff sieht den Ersatz der zwischen den Klassenzimmern und Turnhalle liegenden Erschliessung und Nebenräume vor. Mit einem zweitürigen Lift und der Drehung der Treppen sind alle Räume der Primarschule rollstuhlgängig erschlossen.
Die ehemaligen Garderoben werden geteilt. Jedes Klassenzimmer verfügt neu über einen direkt erschlossenen Gruppenraum. Von den vier Zimmern im Erdgeschoss, für die zukünftige Basisstufe vorgesehenen, führt je eine Treppe nach Aussen. Der durch Hecken räumlich gefasste Aussenraum dient auch dem Unterricht im Freien.

Die Vergrösserung der Eingangshalle schafft den nötigen Raum in Hinsicht auf eine allfällige Erweiterung und die damit verbundene Anzahl Schüler und Schülerinnen. Zusätzliche Oberlichter bringen Tageslicht in die Pausenhalle. Neue Durchblicke in die Turnhalle machen das Haus transparenter. Das Sockelgeschoss mit Turnhalle und Mehrzwecksaal wird wie gehabt über zwei Treppen erschlossen. Werk- und Lagerräume bleiben beinahe unverändert.

Konstruktion und Ausdruck – Um die Schulanlage für einen weiteren Lebenszyklus fit zu machen, bedarf es einiger gewichtiger Eingriffe. Die mit verzinkten Ankern vorgehängten Betonelemente werden entfernt und durch gedämmte Holzelemente ersetzt. Fugenbild und Oberfläche der äussersten Schicht sind in Anlehnung an den Bestand strukturiert, beziehungsweise glatt materialisiert.